8
friſcheſtes Grün verſteckt, am Ufer zerſtreut lagen. Tiefe Traurigkeit bemächtigte ſich Seiner inmitten dieſer un⸗ beſchreiblich ſchönen Umgebungen. Der ſchmerzliche Ge⸗ danke drängte ſich ihm auf, daß er eines Tages durch die Umſtände gezwungen ſein würde, ſein ſchönes Va⸗ terland zu verlaſſen und weit, weit in die Welt hinaus zu wandern, um in der Fremde ſein Brod zu verdie⸗ nen! Später würden auch ſeine Geſchwiſter folgen, Eines nach dem Anderen, und zuletzt müßte dann die arme Mutter ganz allein bleiben in dieſem reizenden Thale, das ihr, ohne die Kinder, gewiß ſehr traurig vorkommen, und allen Reiz verloren haben würde.
Drittes Kapitel. Karl entwirft einen neuen Plan.
Indem der Knabe ſich ſo traurigen Betrachtungen hingab, und ſeine Blicke ziemlich troſtlos umherſchweifen ließ, ſagte er zu ſich ſelbſt:
„Wie prächtig ſind dieſe Landhäuſer am Ufer! Wie ſehr gefallen ſie mir! Und wie reich mag ihr Inneres mit Glanz und Pracht ausgeſtattet ſein! Wie glücklich, wer ein ſolches Landhaus ſein Eigenthum nen⸗ nen kann! Und doch beneide ich dieſe Glücklichen nicht! Ach, ich, ich würde mit Geringerem, mit weit Geringe⸗ rem zufrieden ſein! Wenn wir nur ein kleines, kleines
—
r


