Teil eines Werkes 
[2. Th.] (1831)
Entstehung
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Herz zu erweichen. Nach wenigen Stunden ant⸗ wortete la Regnie, wie es ihn herzlich freue, wenn Olivier Brußon ſich bei ſeiner hohen würdigen Gön⸗ nerin gänzlich gerechtfertigt habe. Was Oliviers heldenmüthigen Entſchluß betreffe, ein Geheimniß, das ſich auf die That beziehe, mit ins Grab nehmen zu wollen, ſo thue es ihm leid, daß die Chambre ardente dergleichen Heldenmuth nicht ehren könne, denſelben vielmehr durch die kräftigſten Mittel zu brechen fuchen müſſe. Nach drei Tagen hoffe er in dem Beſitz des ſeltſamen Geheimniſſes zu ſeyn, das wahrſcheinlich geſchehene Wunder an den Tag brin⸗ gen werde. 4 Nur zu gut wußte die Seuderi, was der fürch⸗ terliche ka Regnie mit jenen Mitteln, die Brußons Heldenmuth brechen follen, meinte. Nun war es gewiß, daß die Tortur über den Unglücklichen ver⸗ hängt war. In der Todesangſt ſiel der Scuderi endlich ein, daß, um nur Aufſchub zu erlangen, der Rath eines Rechtsverſtändigen dienlich ſeyn könne. Pierre Arnand d'Antilly war damals der berühm⸗ teſte Advokat in Paris. Seiner tiefen Wiſſenſchaft, feinem umfaſſenden Verſtande war ſeine Rechtſchaf⸗ fenheit, ſeine Tugend gleich. Zu dem begab ſich die Scuderi und ſagte ihm Alles, ſo weit es möglich war, ohne Brußons Geheimniß zu verletzen. Sie glaubte, daß d'Antilly mit Eifer ſich des Unſchul⸗ digen annehmen werde, ihre Hoffnung wurde aber