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Treue siegt : eine Geschichte von der See / von Edmund Hoefer
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Unter Feuer und Flammen. 27

es ſo? rief ihn die Müllerin an, die mit einem Kinde auf dem Arme vor der Thür des Müllerhauſes ſtand, ſchier die erſte menſchliche Seele, der er im geretteten Theil des Dorfes begegnete.Ja, Caspar, das iſt ein Unglück geweſen! Wär' es beim Chriſtian Gering ausgekommen und nicht bei ſeinem 6 Bruder, dem Johann, da wär's jetzt mit uns allen vor⸗ 8 über! Wie ſieht's aus? Hat's noch Gefahr? Ich habe von Mann und Knechten nichts mehr geſehen, und ſitz' da allein zu Hauſ' in der Angſt, und getraue mir nicht fortzugehen. Ginge der Wind um

Sei ruhig, es iſt vorbei, fiel er ein, und ſtand, ſich auf den Stock lehnend.Und der Müller wird bald kom⸗ men, es iſt da kaum noch was zu thun. Darum bin ich fort, ich muß heim. Aber gib mir einen Schluck und einen Biſſen, Chriſtine. Habe ſeit geſtern Abend nichts zu beißen gehabt und bin wie eine hohle Nuß.

Sie ging ihm freundlich nickend voran in das ſtattliche Haus und die ſaubere Stube, wo der Tiſch für die hung⸗ rigen Heimkehrenden ſchon gerüſtet ſtand, wie es ein ſo ſchrecklicher Morgen ihr erlaubt hatte. Sie ſchob ihm einen Stuhl hin, denn daß er nun wirklich müde war, ſah man gut; Geſicht und Hände und Kleidung, alles verrieth, daß er tüchtig bei der Arbeit geweſen war und ſeine Kräfte nicht geſchont hatte. Sie bot ihm Wurſt und Brod und füllte ihm ein Glas. Das leerte er, aber den Stuhl nahm er

icht und vom Brode ſchnitt er ſich nur eine derbe Scheibe 1 und haſtig, wie ein Mann, der der Speiſe bedarf, aber