26 Zweites Kapitel.
umſonſt geweſen. Das iſt wie Zunder, das glimmt an vom leiſeſten Funken, das flammt auf und dampft aus— da iſt nichts zu machen.
Mit dem Brande des Büdnerhauſes, bei dem wir eben noch zugegen, war es zu Ende und man durfte ſich nun, der Angſt und Sorge enthoben, ganz und gar dem Löſchen der Reſte widmen. Dazu waren Menſchen im Ueberfluß vorhanden, und nachdem Caspar mit ſeinen Begleitern noch hie und da auf das eifrigſte geholfen und zugegriffen, fand er ſich frei und drängte ſich an den Trümmern und den klagenden, beredenden und durcheinander ſchreienden Gruppen und Haufen vorbei, weiter in das noch erhaltene Dorf hinein. Wir hörten ihn ja ſeine Abſicht ungewöhnlich ernſt betonen, daß er zur rechten Zeit daheim ſein wolle. Und nun war's beinahe Mittag geworden und er war noch fern und hatte obendarein Anderes im Kopf, als Heimatsgedan⸗ ken, hätte man glauben mögen. Der ſeelenruhige und gleich⸗ müthige Ausdruck vom Morgen war noch immer nicht in ſeine Züge zurückgekehrt. Im Gegentheil ſchaute er ſchier finſter aus— eine ſeltene Erſcheinung in ſolchem Geſicht. Denn ein Mann, wie Caspar Peers einer zu ſein ſchien, mag zu Zeiten einmal mürriſch darein ſehen oder verdroſſen, grimmig oder zornig; allein mit den Gedanken und Erwägungen, welche im Aug' und der Miene die„Finſterkeit“ hervortreten laſſen, pflegt er ſich nicht aufzuhalten. Ja er weiß meiſtens gar nichts von ihnen.
„Caspar, biſt du's? Kommſt du einmal heim und triffſt


