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Treue siegt : eine Geschichte von der See / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Unter Feuer und Flammen.

herüber Gott mochte wiſſen wie! und traf eine trockene Stelle, ohne daß die Männer es auch nur merkten. Eine Sekunde lang rauchte es und dann glühte es bereits auf, und im nächſten Augenblick lief die Glut, zur Flamme an⸗ gefacht, wie ein lebendig Weſen auf dem Firſt entlang, und wieder eine Sekunde ſpäter ſchlugen die Flammen über das Dach hin, und die Männer rutſchten hinab, denn die Leiter brannte ſchon, und das Häuschen war verloren. Die jungen Störche im Neſt auf der Giebelſpitze ſchrieen und reckten die Hälſe über den Rand und lüfteten die Flügelſtumpen. Und die Alten kreiſten verzweiflungsvoll darüber, bis die Glut ſie dennoch ſengend traf und zuerſt der eine, bald auch der an⸗ dere kopfüber hinabſtürzte in das flammende Neſt.

Sah es hier draußen ſchon ſchrecklich genug aus, drin⸗ nen an der Straße, auf⸗der man vor all dem Getrümmer, dem Rauch und Qualm und der Hitze kaum in's Dorf ge⸗ langen konnte, blickte es die Helfer noch viel grauſiger an; die Häuſer und Häuschen waren alle herunter, wo noch etwas ſtand, ſtürzte es nun gleichfalls zuſammen, und hie und da brannte nur noch geretteter Hausrath in den Gärten und auf der Straße, wohin derſelbe in der erſten Angſt geflüchtet worden. An Leuten fehlte es nicht zur Hülfe. Andere Ort⸗ ſchaften lagen dem Unglücksort näher als das ferne Guſtow, und hatten Mannſchaft und Löſchgeräthe ſo ſchnell wie mög⸗ lich herbeigeſendet, und von allen Seiten trafen noch immer neue athemloſe Trupps ein. Dazu bot die ganz nahe See das Waſſer in unverſieglicher Fülle. Aber es war eben alles