Auf dem alten Damm. 13
hätte verborgen bleiben ſollen, daran wäre auch ohne das jetzige Geräuſch nicht zu denken geweſen, und ſo verrichtete er ſein Geſchäft denn mit der denkbarſten Bequemlichkeit und erhob die Augen erſt, nachdem der Schwamm den Tabak entzündet hatte, und als der Reiter ſchon ganz in der Nähe das Pferd ſcharf anhielt und mit mißtrauiſchem Blick den Raſtenden muſterte.
„Hollah da! Wer iſt das?“ fragte er dabei..
Der Wanderer erhob kaum den Kopf, nahm auch die Pfeife nicht aus dem Munde. Nur die Augen erhoben ſich, wie geſagt, zu einem gleichmüthigen Blick, und dazu verſetzte er ſeelenruhig:„Guten Tag, Herr Knauſt! So früh und ſcharf ſchon im Geſchäft?“ Zu der letzteren Bezeichnung hatte er allerdings ein Recht, denn der Gaul war ſo naß, daß ſeine braune Farbe faſt zur ſchwarzen geworden war und weiße Schaumflecken auf der Bruſt lagen.
„Hoho— was zum Kukuk— Caspar Peers? Wo kommen Sie denn ſchon her?“ ſagte der Gensdarm.— Die Leſer dürfen nicht vergeſſen, daß das Geſpräch von beiden Seiten natürlicher Weiſe in dem an der Seeküſte heimiſchen, plattdeutſchen Idiom geführt wurde, in welchem alle Anrede⸗ wörter, ſelbſt das harte„Er“ und das vornehme„Sie“ und „Ihnen“, bei weitem milder und vertraulicher klingen als im Hochdeutſchen.„Und ſo kommode am frühen Morgen?“ Das traf auch wieder zu, denn dem Stande der Sonne nach konnte es kaum acht Uhr ſein.
„Na,“ meinte der Andere mit der früheren Gleich⸗


