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meinen Kopf mit immer wilderer Glut, ſo daß ich eilen mußte, davonzukommen.
„So lebe wohl, Herz meines Herzens!“ ſagte ich nach dem letzten Kuß,„laß mich Dich in Deiner Lieblich⸗ keit wiederfinden bei meiner Rückkehr! Und nun— à la mano de Dios!— Juno ſoll mir gleich die Wäſche brin⸗ gen.“ Und damit ging ich unter den Palmen hin dem Hafen zu, und die Dirne folgte mir nach wenigen Sekun⸗ den mit dem Pack friſcher Wäſche, wie ſie es bei jeder Ausfahrt zu thun gewohnt war.
„Als ich an Bord kam und mit dem Steuermann ſprach, kam ſie bereits mir nach.„Trag's in die Kajüte, Juno, befahl ich.„Die Wache ſoll ſie nicht wieder her⸗ auslaſſen. Werft das Brett ab, Leute an die Segel und hinaus mit uns.“ Und zu Lionel, der am Lande meiner Befehle harrte, ſagte ich, indem wir ablegten, er möge aufpaſſen und gute Ausſchau halten laſſen auf etwaige Signale, wenn ich wieder zurückkomme. Der Sennora ſolle er ſagen, Juno ſei von der Laufplanke gefallen und von den Haifiſchen zur Nachtkoſt verſpeist worden.
„Meine Leute waren verwundert, aber zu ſagen wagten ſie nicht's; hatten auch zuviel zu thun, da die Segel mittlerweile in die Höhe gingen und ſich füllten und wir durch das Hafenbecken hinausſchoſſen. Da ging ich hinab und nahm mir das heulende Weibsbild vor.


