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ich dagegen.„Fort, und wie ich befohlen. Ihr bleibt in der Nähe, daß ich Euch die Befehle für meine Abweſen⸗ heit geben kann.“ Und damit wandte ich mich ab und ſchritt meinem Hauſe zu, um noch mit Tereſa zuſammen zu ſein, wie ich es mir ausgeſonnen. Es waren noch etwa zwei Stunden bis Sonnenuntergang, und wenn ich mich haſtete, konnte ich am Abend noch mit der Ebbe und dem Landwinde durch den Hafen bis an die Klippen kommen, und in der Frühe des folgenden Morgens in See gehn. „Knabe, es war das Erſtemal, daß ich gegen ſie Etwas heuchelte, was nicht in mir war. Ich war luſtig und koſete mit ihr, nachdem ich von meiner neuen Fahrt geſagt; ich neckte und ich lachte, wie ein glückſeliger Menſch— und im Innern gab es doch nichts als Zorn und auf Rache ſinnenden Grimm. O, die Liebe und der Haß machen den Menſchen zu Allem fähig, ſelbſt zu dem, was ſonſt weit ab liegt von ſeiner Natur. Das hab' ich da geſpürt, denn wie ich auch war und bin, heucheln und lügen hab' ich nie gekonnt, als dies eine, dies einzige Mal in meinem ganzen Leben.—Tereſa verſtand davon nichts; ich weiß nicht, ob ich zu gut ſpielte, oder ob ſie was Andres im Kopf hatte, daß ſie nicht Acht darauf gab. Sie war kalt, wie zuvor, ſie ward weder durch meine Lieb⸗ koſungen noch durch den Abſchied berührt. Sie war unge⸗ duldig— ſie wollte mich los ſein! Und der Zorn füllte


