zubrachte, und ſich aus thörichter Liebe zu dem ſchlechten Patron von ihm darum beſchwatzen ließ— bis auf Lands⸗ burg, über welches ſie natürlich nicht disponiren konnte. Die andern Güter trat ſie ihm nach und nach ab— das iſt der Grund, weßhalb er ſich mit Eurem Vater und mir verfeindete, da wir uns der Hedwig annahmen und Sicherheit für die Güter verlangten. Denn es war da⸗ mals noch eine zweite Tochter da, die aber bald darauf ſtarb. Die Güter ſind dann inzwiſchen auch zum Teufel gegangen und das dafür gelöste Geld vermuthlich gleich⸗ falls— wir wiſſen wenigſtens nichts davon, und natür⸗ lich verweigerte er jede Auskunft.“
Der Rittmeiſter fuhr mit der Hand über die Stirn, bevor er weiter ſprach.„Damals begannen der Couſine die Augen aufzugehen über das ſaubere Leben ihres Gat⸗ ten; er war ihr niemals recht treu geweſen, und damals gab es noch einen beſondern Eclat. Das geht aber Nie⸗ mand was an, es iſt vorbei damit. Aber ſie vergab es nie, und wie ſie denn im Grunde eine reſolute Frau war, ſo ſagte ſie ihm kurz und gut ihre Herzensmeinung und zog mit ihrer Tochter hieher nach Landsburg, das er ihr nicht hatte abmachiniren können, und wo auch ich nach altem Familiengeſetz mein Unterkommen gefunden.
„Meine Linie war niemals reich,“ unterbrach er ſich mit gutmüthigem Lachen,„und ich habe wenig mehr


