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Vergangene Tage : Geschichten / von Edmund Hoefer
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Sternfeld ſtand gleichfalls auf.Sprecht deutli⸗ cher, Herr von Werth, entgegnete er.Ich verſtehe kein Wort von der Sache. Nur das darf ich Euch verſichern: kann ich Euch und meiner Couſine in irgend Etwas hel⸗ fen, wo ihr das Recht für Euch habt ſo befehlt. Ich bin Euer Mann, wenn ich auch nicht viel Worte mache. Und was den Oberſten angeht gebt mir, wo ich ihn packe, und ich kümmere mich nicht viel um ihn.

Der Rittmeiſter blieb vor ihm ſtehen und ſah ihn muſternd von oben bis unten an.Gerade wie Euer Va⸗ ter! bemerkte er dann mit dem Kopfe nickend.So kannt' ich ihn vor dreißig Jahren. Der that auch wie Ihr ſo kalt und ſtill wie Eis aber dahinter war's feſt und ſicher wie Eiſen. Iſt's ſo bei Euch, Vetter? 4

Prüft mich, war die kurze Antwort.

Der Alte legte die Hände auf den Rücken und ſah ernſt in die Augen des Andern.Ihr ſagtet, daß Ihr kein Wort von der Sache verſtändet. Eure Eltern ſind zeitig geſtorben wer ſollte Euch davon geſagt haben, zumal in Schweden? Ich begreife das. Das Ding iſt aber einfach genug. Landsburg iſt Weiberlehen in der Fa⸗ milie von Werth. Das letzte Fräulein von Werth, meine Couſine, héirathete Euren Onkel, den Major Sternfeld; die Tochter davon war die Couſine Hedwig, die als Erb⸗ tochter den ganzen großen Beſitz dem Oberſten Hagen