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und wirthſchaften könnt. Glaubt mir, es wird Zeit für euch Alle! Denn Hagen ſpaßt nicht, und der, den er Euch zum Gatten beſtimmte, hochwohlgebornes Fräulein— wird Euch, mein' ich, einſt noch kürzer halten.— Von mir aber will ich Euch noch eins ſagen, mein Püppchen,“ ſetzte ſie hinzu, und ihr Auge ruhte mit dunkel brennen⸗ dem Blick auf dem jungen Mädchen—„vertragt Euch mit mir, rath' ich Euch, oder es geht nicht gut. Denn auch ich ſpaße nicht, und Hagen—
„Genug!“ unterbrach das junge Mädchen die über⸗ müthige Rede ſo feſt und ſtreng, daß Sophie nicht nur ſchwieg, ſondern unwillkürlich auch einen Schritt zurück⸗ trat.„Genug, Manſell Wilke,“ fuhr ſie im ſelben Tone fort und ſtand hoch aufgerichtet, mit glühenden Wangen vor der Andern;„Ihr vergeßt Euch ſeltſam. Wenn Ihr von dem Herrn Oberſten, Freiherrn von Hagen ſprecht, ſo wollt nie vergeſſen, daß Euch— in meiner Gegenwart wenigſtens— keine andere Bezeichnung deſſelben zuſteht, wie freundlich er auch immer gegen Euch ſein mag. Und wenn der Herr Oberſt Euch ſeine Intentionen in Betreff meiner zufällig mitgetheilt haben ſollte, ſo hat er doch ſicher nicht beabſichtigt, daß Ihr mir dieſelben vorhalten ſollt. Ob ich darauf eingehe oder nicht— Euretwegen geſchieht es nicht, Mamſell Wilke. Ihr ſcheint überhaupt von meiner Familie nichts zu wiſſen, ſonſt wär' Euch
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