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Lorelei : eine Schloß- und Waldgeschichte / von Edmund Hoefer
Entstehung
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220 Es wohnet Lieb' bei Liebe.

muß fort, und Sie beide auch. Durch den Wald geht es nicht alſo die Schlucht hinauf. Horch, es ſpukt ſchon droben! Fort, gnädiger Herr!

Hubert zog Eva haſtig mit ſich fort, in die Schlucht hinein, wo neben dem Waſſer kaum ein Pfad zu ver⸗ muthen war.

Ich kenne den Weg nicht, flüſterte das Mädchen.

Aber ich, verſetzte Hubert ebenſo.Waldinger hat ihn mir neulich bezeichnet, als er mich zurgrünen Wand führte. Er mündet nicht weit davon, im Park. Ruhig ruhig, Geliebte! ſetzte er hinzu, als er Eva in ſo bebender Eile vor ſich hinfliegen ſah, daß er ihr kaum zu folgen vermochte.

Sie war eben über eine Windung des Baches ge⸗ ſprungen und blieb nun auf ſeine Worte ſtehn, um ihn herankommen zu laſſen.Denkſt du, daß ich um mich ſorge? fragte ſie lebhaft.O nein! Was könnte mir im ſchlimmſten Fall paſſiren. Ich ſorge nur um dich, Hubert, deſſen Unvorſichtigkeit ich ja noch obendrein verſchuldet.

Du, Eva?

Etwa nicht? erwiderte ſie auf ſeine verwunderte Frage lächelnd und zog ihn mit der Hand zum Weitergehn.Biſt du nicht um meinetwillen aus dem Park und durch den Wald gelaufen, gottloſer Menſch?

Und bringe dich in ſolche Noth, auf ſolche Wege! ſagte er.Aber ſo ſind leider meine Wege, ſetzte er