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Lorelei : eine Schloß- und Waldgeschichte / von Edmund Hoefer
Entstehung
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26 Ich nicht wohin. Eures Aufenthalts in Gegend von dieſen Dingen fern

zu halten und lieber mit niemand darüber zu ſprechen. Man will am Hofe keinen Vewehr. wit der Hoheit. Sie ſoll ſo gut wie vergeſſen ſein, ſcheint's.

Es lebt da nämlich eine alte Prinzeß unſeres Fürſten⸗ hauſes, fuhr er gedämpft fort.Sie heißt Prinzeß An⸗ toinette und iſt vordem die Gemahlin des Prinzen Heinrich geweſen, von deſſen wilden und luſtigen Streichen man in meiner Jugend noch viel zu erzählen wußte. Er iſt aber zeitig geſtorben, und nicht lange nachher iſt die Dame nach dem Hindenſtein gebracht und hier ſ. ſagen gefangen gehalten worden. Weßhalb weiß ich cht, obgleich ich mir ſchon mein Theil denke; ſie mag wohl lebensluſtiger geweſen ſein als ſich für eine ſolche Dame ſchickt. Das Wann iſt mir anch nicht bekannt. Denn als ich vor faſt dreißig Jahren den Poſten hier erhielt, war ſie ſchon nicht mehr jung und hatte bereits viel mehr Freiheit als früher; auch war ein Kammerjunker da un ei e Hofdame, ſowie anſtändige Bedienung. Vordem ſoll das alles anders ge⸗ weſen ſein. Da durfte ſie n in Begleitung aus dem Schloß und auf den Platz, in den Park aber gar nicht. Der alte Oberſt, der hier auf dem Hindenſtein ſo eine Art von Schloßhauptmann oder Kommandant war, hatte die ſchärfften Inſtruktionen, und ſeine Frau, welche die Ober⸗ hofmeiſterin ſpielen mußte, durfte die Hoheit nie aus den Augen laſſen.