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Lorelei : eine Schloß- und Waldgeschichte / von Edmund Hoefer
Entstehung
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20 Ich fahr' und weiß nicht wohin.

Schmach und Schande, und es gehörten eiſerne Herzen dazu, an dieſer Zeit nicht nur nicht zu verzagen, ſondern auch noch feſt zu vertrauen, daß gerade aus dieſem furcht⸗ barſten Dunkel das volle, helle, flammende Licht deſto ſchneller emporbrechen werde.

Das beredeten, darüber verſtändigten ſich die beiden Männer und faßten ein Vertrauen zu einander, wie es nach der erſten Begegnung des vorigen Abends und ſelbſt nach den folgenden befriedigenden Mittheilungen keiner von ihnen ſo ſchnell und voll erwartet haben mochte. Rückhaltslos tauſchten ſie ihre Anſichten aus. Von den eigenen Erleb⸗ niſſen des G war nur noch flüchtig die Rede, da es eigentlich nur ſolche, wie ſie damals mancher zu erfahren und erzählen hatte. Während des ganzen Frühlings durch eine ſchwere Krankheit ans Lager gefeſſelt, hatte Hofmann ſich mit einigermaßen erſtarkten Kräften erſt dem bereits erwähnten unglücklichen Aufſtandsverſuch des Oberſten Emmerich anſchließen und auf der Flucht weder nach Oeſter⸗ reich, noch zum Corps der Braunſchweiger durchdringen

können. Glühend ſehnte er ſich nach Thätigkeit und ge⸗

dachte, wie viele, dieſelbe in Spanien unter Englands Füh⸗ rung zu finden. Der Major von Bühel hatte, wie er wußte, Verwandte in England und konnte, da er doch mit ihnen wohl in Verbindung geblieben, unzweifelhaft nicht nur die weitere Flucht des alten Kameraden, ſondern auch ſeine Anſtellung unter den Truppen befördern.