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Lorelei : eine Schloß- und Waldgeschichte / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Ich fahr' und weiß nicht wohin.

So iſt's. Er war Major in unſerm Regiment. So wird er genannt. Er hat nicht mehr in Preußen 4 gekämpft, hör' ich. 5 Nein, er kapitulirte mit einem Theil des Regiments 4 bei Prenzlau und wurde auf Ehrenwort entlaſſen. Ich wußte nicht, wo er geblieben, denn es war mir nicht be⸗ kannt, daß er in dieſer Gegend begütert ſei. Ich freue mich, ihn wiederzufinden; er hatte zwar wenig Umgang mit uns, da er ſtill lebte, allein er war bei Gelegenheit ein

ganz guter Kamerad und ein heftiger Franzoſenfeind.

Der Alte ging wieder einigemal auf und ab.Nun,

⸗nun, ſagte er dann,wir ſind da weiter ins Plaudern gekommen, als für einen müden Mann gut, und können morgen mehr reden. Jetzt, Herr, kommt zur Ruhe und 4 ſchlaft tüchtig aus; Ihr ſeid ſicher hier, und Euer Pferd bekommt auch ſeine Abwartung. Und nachdem er den Gaſt in die Kammer geführt, ſchied er raſch von demſelben mit wiederholtem Gutenachtwunſch.

Der Fremde war in der That zu müde, um auf dieſen 3 plötzlichen Abbruch der bisherigen Unterhaltung beſonders zu achten, und ſuchte ſchnell das Lager.

Als er am folgenden Morgen erwachte, warf die Sonne ihre Strahlen bereits über die hochragenden Kronen des rings ausgebreiteten Waldes auf den ſtillen Platz vor dem Hauſe und in ſein Kämmerchen. Seine Kleider hatte er bald angelegt und ging dann hinaus, um nach dem Pferde

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