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Lorelei : eine Schloß- und Waldgeschichte / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Ich fahr' und weiß nicht wohin.

Ja, von den Franzoſen oder von andern, die ihnen feind waren.

Bah was gehn uns die Feindſchaften der Poten⸗ taten an! ſagte der Alte wieder.Unſer Landesherr iſt ja übrigens gut Freund mit dem Wälſchen, wie es heißt, obſchon ich kann das von mir zwar nicht behaupten, ſetzte er jäh abbrechend hinzu.Ich liebe das Geſindel nicht, das ſich im deutſchen Lande ſo breit macht, wenn es bisher auch mir nicht in den Weg gekommen. Hier helhn haben wir noch keinen Beſuch von ihnen gehabt. Was hätten ſie da auch zu ſuchen? Es führt keine rechte Straße durch den Bezirk, und ſollte ſich Einer oder der Andere neugiershalber zu uns herein verirren, ſo würde ich ihm die Wege zu zeigen wiſſen.

Er hatte bei den letzten Worten die Pfeife aus dem Munde genommen und den Blick feſt auf den Gaſt gerichtet; und wie gleichgültig er anſcheinend ſprach, klang doch aus ſeiner Rede etwas ſo Scharfes hervor, daß der Fremde wohl hätte aufmerkſam werden können. Allein der hatte den Kopf in die Hand geſtützt und ſchaute ſchweigend in das Lam⸗ penlicht.

Es iſt eine wilde Zeit, ſagt Ihr ſelber, fing der Förſter wieder an und ſein Auge haftete noch immer finſter auf dem jungen Mann.Eure Fragen laſſen mich daran denken, wie viel Geſindel jetzt umherſtreift, und daß man aufpaſſen muß, wenn man reines Haus behalten will. Alſo