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Ich fahr' und weiß nicht wohin. 7
und den hohen Stiefeln, die Taſche zur Seite und die Flinte am Riemen über die Schulter gehängt.„Was be⸗ liebt dem Herrn?“ wiederholte derſelbe jetzt und ſchaute dabei den Reiter mit einem feſten, prüfenden Blick an.
Der Reiſende ließ ſein Auge gleichfalls ernſt und auf⸗ merkſam auf dem Ankömmling ruhen, bevor er ziemlich kurz antwortete:„ein Nachtquartier für mein Pferd— für mich wär's nicht nöthig, aber das Thier iſt abgejagt.“
„Nachtquartier? Das iſt kein Wirthshaus, wie der Herr ſieht,“ ſagte der Förſter wieder barſch und ohne ſein Auge von dem Fremdling abzuwenden.
Der Letztere zuckte die Achſeln und entgegnete:„Das ſeh' ich freilich. So könnt Ihr mir aber vielleicht ein ſol— ches nennen, denn das Thier muß Ruhe haben, wieder⸗ hole ich.“
„Es iſt nicht erlaubt, durch dies Revier zu reiten,“ ſprach der Förſter wieder, indem er die Worte des Fremden
unbeachtet ließ.„Was hat der Herr hier überhaupt zu
thun?“— Er ſprach gedämpft und ſeine Worte klangen nicht eigentlich unhöflich, ſondern nur ernſt und beſtimmt, als ob der Sprecher in ſeinem vollen Recht und oben⸗ drein nichts weniger als erfreut über die Begegnung ſei. Der Reiter zuckte auch nur wiederum die Achſeln und verſetzte ruhig:„ich kenne weder die Gegend, noch die be⸗ ſonderen Beſtimmungen für dies Revier, Herr Förſter. Ab⸗
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