Teil eines Werkes 
4. Bd. (1869)
Entstehung
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ſen, und man hatte gleichfalls auch nur um ſo mehr Veranlaſſung zum Glauben an dieſelben. Die Men⸗ ſchen von Herz und Kopf, von Ehre und Gefühl, die das Alles begriffen und auch, wie Bilingsfelden es ge⸗ hofft hatte, gleich ihm für die Mißhandelte auftreten würden, waren in allzu geringer Zahl da, als daß ihre Stimme hätte durchdringen und ihr Urtheil das Allgemeine werden können. Sie ſind überhaupt nicht diejenigen, welche in der Welt den Ton angeben.

Es kam dazu, daß bei dem ſchmachvollen Proceß trotz aller gegen die Gräfin und ihre Begleiter geübten Schonung ihre Namen wenigſtens ſo häufig wie möglich herbeigezogen und ihre Perſönlichkeiten und Perſonalien von der Vertheidigung und den Verbrechern ſelber nach Kräften ausgenutzt wurden. Und wenn ſich da⸗ raus für die Richter wie für alle ehrenhaft und edel Denkenden auch nur eine noch größere Verworfenheit dieſer Verbrecher ergab und das Urtheil nur um ſo ſtrenger werden ließ, für die große Menge, für die Welt blieb davon leider nur allzuviel an den Unſchul⸗ digen haften und fand ſich Mancherlei, was die Lügen glaubhaft machte und die Verleumdungen zu beſtätigen ſchien. An Bilingsfelden wagte man ſich nicht. Er hatte ſich in dieſen Stürmen wiedergefunden und war ganz und gar der Mann, der ſeinen Platz in der Welt