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tende und abgeſpannte Milde; Hildegard hatte es nur einmal, damals geſehen, als die Stiftsdame gegen ſie des eigenen, perſönlichen Intereſſes an den Verwandten zu Othmaringen gedachte. Sie öffnete die Lippen zur
Antwort, ſchloß ſie jedoch ſogleich wieder, horchte gegen die Außenthür, hinter der auf dem Vorplatz ein paar Stimmen vernehmbar wurden, und ſagte dann mit fragendem Blick auf den Grafen:„Aber mein beſter Graf, das iſt ja hier beinahe ſo unruhig wie im Hotel!“
Felix horchte gleichfalls— es war Alles ſtill.„Es wohnt droben gleichfalls eine Familie, deren Diener ich ein paar Mal mit Friedrich verkehren ſah— das wird's geweſen ſein“, verſetzte er ungeduldig.„Du ſollteſt dem Alten das verbieten, Hilda!— Alſo der Erfolg Ihrer Reiſe, gnädige Tante?“
„Ach, beſter Graf, es hat mich recht bewegt, die arme Frau zu ſehen und ganz ſo zu finden, wie ich's befürchtete: ſolche unglückliche Weſen leiden ſtets am Herzen— der Tod kommt dann oft—
„Sie fanden ſie wirklich noch dort? Im Gaſthof? Allein?“ fragte er faſt heftig.
„Jawohl, beſter Graf— im Gaſthof! Ach, die macht keine weitern Reiſen mehr! Der arme Baron Othmar hat Unglück mit ſeinen Kindern! Alle ſterben vor ihm!“


