Teil eines Werkes 
4. Bd. (1869)
Entstehung
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Miene controlirend, ohne indeſſen leider zu einem nen⸗ nenswerthen Reſultat zu gelangen. Der Fürſt zu⸗ mal, auf den und deſſen Aeußerungen man in An⸗ ſehung ſeiner Stellung zu dem frühern Vertrauten ſo gut wie zu den Othmaringen überhaupt und neuerdings auch zum Grafen Eylingshauſen faſt am aufmerk⸗ ſamſten war, täuſchte auch hier wieder die Erwar⸗ tungen aller, indem er den Fall, mit Ausnahme jener ſpöttiſchen, oben erwähnten Aeußerung, vollſtändig igno⸗ rirte. Die Prinzeſſin hatte gleichfalls nur im engſten Eirkel einmal die Bemerkung fallen laſſen, daß Herr von Othmaringen auch hier wieder ſeine Gedanken⸗ armuth und ſeinen geringen Lebenstakt beweiſe, da er doch wohl vorausſehen müſſe, daß gerade für dieſe Frau niemals an einen Platz in der heimiſchen Geſell⸗ ſchaft zu denken ſei und daß daher auch ſeine eigene Carriere und alle Ausſichten für immer ruinirt ſein würden.

Frau von Vögelsbach, welche in ihremunendlichen Mutterſchmerz die erſte dunkle Kunde durch leiden⸗ ſchaftliche Mittheilungen aus ihres Sohnes Brief be⸗ ſtätigt und zur Gewißheit erhoben hatte, war ſeit der Rückkehr von ihrem Bruder ganz auffällig ſtumm ge⸗ worden, ausgenommen gelegentliche Ausbrüche eines man möchte faſt ſagen: knirſchenden Zorns und Haſſes