Teil eines Werkes 
3. Bd. (1869)
Entstehung
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oder ihn gelegentlich auch einmal ausdrücklich auf die nöthigen Schranken aufmerkſam machſt, damit er ſich mehr menagiren lernt. Ich muß geſtehen, daß mir ſeine Weiſe täglich weniger gefällt.

Charlotte ſah ihn ganz erſtaunt an; ſie hatte noch nie in ihrer Ehe eine ſolche Warnung von dem Gatten vernommen, ja es niemals auch nur geahnt, daß er ſich überhaupt mit ſolchen Gedanken trage. Das konnte in der That nur ein Scherz ſein, und auf einen ſolchen eingehend, ſchüttelte ſie daher auch alsbald mit

einem ganz muntern Lächeln den Kopf und verſetzte: In Wahrheit, Felix, das begreife ich nicht! Du wirſt doch nicht gar anfangen, Dich mit Eiferſucht zu plagen und obendrein um des armen Vetters und ſeiner ſchmach⸗ tenden Verehrung willen?

Felix zog die Brauen zuſammen; er ſchien über⸗ haupt verſtimmt zu ſein, wie neuerdings öfters ohne einen recht ſichtbaren Grund.Was für eine ſeltſame Neckerei, Charlotte! ſprach er unmuthig.Als wenn ich überhaupt an dieſe Albernheiten gedacht hätte! Möchte er doch laufen und grimaſſiren, Dir zu Füßen liegen oder Dir Liebe ſchwören, ſoviel er will und kann; Du weißt doch wohl, daß ich Dir zu viel Geſchmack zu⸗ traue, als daß Du an ſolchen Thorheiten Dich auch nur einen Augenblick unterhalten könnteſt. Möchte er

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