ſich ihrem Schluß näherte und der Frühling mit aller Schönheit und Pracht begann, auf das vollſtändigſte. Die eigentlichen Wintergäſte reiſten allmälig ab, die zurückbleibende Geſellſchaft ſchloß ſich näher an einander, und das Leben und Begegnen im Freien näherte alle noch mehr, ſelbſt diejenigen, welche bisher dem eigent⸗ lichen Kern ferner geſtanden oder ſich ihm nur aus irgend einem perſönlichen Grunde fern gehalten hatten.
Zu dieſen letztern gehörte unter andern auch Dago⸗ bert Othmaringen, der während ſeines bisherigen Aufent⸗ halts wirklich ein äußerſt zurückgezogenes Leben geführt hatte und, wenn nicht einmal im Club oder auf der Promenade, faſt nur zuweilen auf der Villa Marina, bei den Verwandten zu finden geweſen war. Er hatte ſeine Geſundheit allein berückſichtigt, hieß es, die ſeinem Aeußern nach allerdings eine ſorgfältige Schonung zu verlangen ſchien. Einen gewinnenden Eindruck hatte er freilich auf Niemand gemacht, geſchweige denn Je⸗ mand wirklich an ſich gezogen. Wer häufiger mit ihm in Berührung kam, war bald mit dem Urtheil fertig geweſen, daß man in ihm einen leeren Kopf, einen durchaus unbedeutenden Menſchen vor ſich habe. Man zuckte wohl gar über den Fürſten die Achſeln, der ſich ſo lange mit einem ſolchen Begleiter und Vertrauten habe begnügen mögen.


