zur Noth eine Erklärung ſeines bisherigen Handelns
ſetzung der Beobachtungen von neuem. In ſolchen Fällen klammert man ſich an jeden Halt und findet ſelbſt den unbedeutendſten nicht unbedeutend genug, um ihn fallen zu laſſen. Da man nichts Aeußeres fand, machte man ſich ſo zu ſagen an das Innere und nahm das Pri⸗ vwatleben des Grafen vor, ſeine Häuslichkeit und, um es ſo auszudrücken, Solidität, alle die an ihm ſich neuer⸗ dings offenbarenden Eigenſchaften eines beſonders zärt⸗ lichen und glücklichen Ehemanns, Seiten, von denen man wiederum bisher, zumal in ſolchem Umfange, wenig
zu bemerken gehabt hatte. Daß er ſeit ſeiner Verhei⸗
rathung ſchon gewiſſe Schranken und Rückſichten an⸗ erkannt und beobachtet, die er gerade bis dahin am allerwenigſten bewahrt hatte, war bekannt, ebenſo aber auch, daß er trotzdem das Leben nichts weniger als ſchwer nahm und ſich keine unnöthigen Entſagungen auferlegten Er lebte als Mann der Geſellſchaft und der großen Welt, ohne Extravaganzen und ohne Skrupel, und ſetzte das auch noch in der erſten Zeit ſeines hie⸗ ſigen Aufenthalts fort, bis dann der ſogenannte, viel belächelte und dennoch entſchuldigte Liebesfrühling be⸗ gann, der ihn als Ehemann von vierzehn Tagen erſchei⸗ nen ließ.
Wenn man dies Alles ins Auge faßte, war alſo


