Teil eines Werkes 
2. Bd. (1869)
Entstehung
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Herzloſer Schwätzer! ſagte ſie und trat mit dem Aus⸗ druck der tiefſten Indignation noch weiter von ihm weg.

Bitte, entgegnete er kaltblütig,die Herzloſigkeit ſcheint mir denn doch mehr Deine als meine Eigenſchaft zu ſein nach meiner Mittheilung und Deiner Auf⸗ nahme derſelben! Aber wie geſagt, fort mit der Zän⸗ kerei und weiter! Das alſo der erſte Auftrag. Der zweite das Anerbieten, nein, die Bitte um endliche völlige Verſöhnung, um Vergeſſenheit der alten ſoge⸗ nannten Härte, die doch nur durch übermächtige, un⸗ beſiegliche Verhältniſſe hervorgerufen wurde und im Grunde und wenn Du die Sache ein wenig vernünftig hätteſt anſehen wollen, nur Dein Beſtes ſuchte und bewirkte.

Abgewendet, wie ſie ſtand, lachte ſie hart und bitter. Gib Dir keine Mühe, ſprach ſie dann.Gebrannte Kinder ſcheuen das Feuer. Und wie ich ſagte: ich bin mit Euch fertig und völlig befähigt und entſchloſſen, mein Leben fortan ſelber zu führen und zu beſtimmen.

Nun, nun, meinte Dagobert immer gleich kalt⸗ blütig,das iſt viel und Vielerlei auf einmal und obendrein nicht in einem einzigen Punkte zutreffend. La populace nennt das, glaub' ich, das Kind mit dem Bade ausſchütten! Vom Verbrennen iſt gar keine Rede, denn es iſt höchſtens nur ſanftes Himmelsfeuer da.