Teil eines Werkes 
2. Bd. (1869)
Entstehung
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haben Sie Vertrauen zu ſich ſelbſt und zu mir! Ich kann nicht dunkel in die Zukunft ſehen, am wenigſten um dieſer Othmaringen willen. Sie haben mich vorhin gleichfalls ſorgenvoll geſehen und ungeduldig, allein nur um dieſer gegenwärtigen, täglichen Quälereien willen, denen Sie nicht begegnen können, wie ich wiederhole, und

ich nicht begegnen darf. Darum aber verzage ich nicht,

am wenigſten für die Zukunft. Das Fürſtenpaar iſt edel bis ins Herz hinein; es iſt viel zu weit in unſerer Angelegenheit gegangen, als daß es auch nur zurücktreten könnte glauben Sie das ſicher, Geliebte, ſicher! Und darum müſſen Sie auch in meiner jetzigen Sendung mit mir eine Gunſt erblicken. Der Fürſt Sie müſſen es jetzt nochmals hören war geradezu herzlich und ließ es ſo deutlich merken, wie er wohl irgend durfte, daß er hoffe, gerade während dieſer Trennungszeit werde Alles ruhig und ſicher reifen und er Alles ordnen können für eine friedliche ſtille Entwicklung. Sie müſſen gerecht ſein, meine Conſtanze, fügte er innig hinzu.Ein Glück, wie Sie es mir ſchenken, wollen das erreichen wir nicht ohne harten Kampf!

Gott gebe, daß Sie ſich nicht täuſchen! ſagte ſie hörbar ſorgenvoll.Mein Herz iſt ſchwer ſchwer!

Ich täuſche mich nicht, entgegnete er. Soweit unſer Glück von den Ihren und von uns ſelbſt abhängt,