Teil eines Werkes 
2. Bd. (1869)
Entstehung
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hellen Beleuchtung überſehbaren großen Raum des ſchönen Zimmers gleiten, an den ſchweren Vorhängen der Fenſter, an der faltigen Portiere einer nahen Thür haften.Hoheit! ſagte er leiſe mahnend, aber ihre Hand hatte er doch genommen und hielt ſie in der ſeinen.

Unbeſorgt, mein Freund! ſprach ſie im frühern Tone,wir ſind für den Augenblick völlig frei und ſicher. Ach, daß wir ſo ſagen müſſen, jetzt, wo wir hofften, daß Alles ausgeglichen ſein würde! unterbrach ſie ſich mit einem Anklange von Leidenſchaft, fuhr jedoch ſchon nach einem kurzen Innehalten wieder gefaßt fort:Es ſtört uns Niemand, mein theurer Freund, und da mein Onkel ſelbſt Sie geſendet hat, darf ich auch wohl annehmen, daß wir ein wenig freie Zeit für uns finden. Wir haben ja ſo viel zu reden, Friedrich! Mein Herz iſt ſo voll!

Er hatte jetzt auch ſeine andere Hand um die ihre gelegt und führte dieſelbe nun langſam und leiſe zu einem langen, heißen Kuß an die Lippen. Und ſein Auge ruhte voll ſchwermüthiger Zärtlichkeit in dem ihren und ſchien jeden Zug ihres ſchönen Geſichts zu

muſtern, und aus ſeiner Stimme klang eine tiefe Be⸗

wegung, als er nun gedämpft erwiderte:Ja, ja, Con⸗ ſtanze, es iſt nicht ſo gekommen, wie ich es mir ſo