Teil eines Werkes 
2. Bd. (1869)
Entstehung
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glückſelig und ſo vermeſſen ausmalte; es wäre ja auch zu ſchön geweſen zu ſchön! Ach, Conſtanze, wie mir zuweilen zu Muthe war in dieſer Zeit, wo ich Ihnen ſo nahe, unter einem Dach mit Ihnen weilen durfte, wo ich die Gunſt und Gnade nicht verringert, ſondern eher nur täglich ſteigen ſah, und dennoch ſtets etwas zwi⸗ ſchen uns fand, das ich kaum zu erkennen vermag, ge⸗ ſchweige denn zu nennen weiß es war faſt zu viel, Conſtanze!

Man ſah es, wie ſich ihre Finger zum zärtlichen Druck um die ſeinen ſpannten, und in ihren Zügen zuckte es, als ob ihr die Thränen nahe ſeien.Friedrich, ſagte ſie leiſe klagend,wenn Sie anfangen zu ver⸗ zagen

Sein Auge blitzte auf, und der Stolz, der in ſei⸗ nem Geſichte ausgeprägt war, trat noch entſchiedener, zugleich aber auch entſchloſſener hervor.So nicht, Prinzeſſin, ſo nicht! entgegnete er ernſt, beinahe ſtreng. An mein Verzagen glauben Sie ſelber nicht. Und wenn ich auch traurig war, oder zuweilen voll Zorn, ſo habe ich doch keine Sekunde lang die Kraft des Stre⸗ bens verloren und nicht eine Sekunde lang aufgehört zu forſchen, was und wer ſich zwiſchen uns drängte, um mit ſolcher Kenntniß auch die Mittel der Gegen⸗ wehr zu finden. Freilich, fügte er mit einem faſt