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und trat hinein, allein wenn hier wirklich heute eine Begegnung ſtattgefunden hatte, wie ſie es fürch⸗ tete, ſo war ſie zu ſpät gekommen. Das zierliche Gemach war voll Einſamkeit und Stille, wenn auch durch die auf dem Tiſch brennende gedämpfte Lampe matt er hellt, und noch ſtiller faſt war es in dem anſtoßenden dunklen Schlafzimmer. Conſtanze trat trotzdem in daſſelbe hinein; ſo vertraulich, wie ſie mit dem jungen Mädchen gelebt hatte, wußte ſie hier Beſcheid, und in der nächſten Sekunde ſchon hatte ſie ein Streichhölzchen gefunden, entzündet und die Lichter auf der Toilette angeſteckt. Ihr Auge flog durch das Zimmer und haftete auf etwas Weißem neben einer zweiten Thür. Sie trat hinzu und hob es auf, und ein bitteres Lächeln glitt durch ihr ſchönes Geſicht— das feine Taſchentuch zeigte in der Ecke die verſchlungenen Buchſtaben H. v. O. unter einer Freiherrenkrone, und da die Prinzeſſin es aus⸗ einander ſchlug, fiel ein kleiner blaßgrauer Handſchuh zu Boden— eine Farbe, die Hildegard von Othmaringen, wie alle ihre Bekannten wußten, beſonders liebte. Prinzeſſin Conſtanze drückte Beides in ihrer Hand zuſammen und legte dieſe auf den Griff der Thür vor ihr. Der Griff gab nach, die Thür ging auf, und ſie ſah hinein in ein großes dunkles Gemach. Es lagen hier die nur bei Hofbällen und andern beſondern Feierlich⸗


