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eine Art von Beſchließerin, vor allem aber als die erſte Vertraute der Prinzeſſin, in allerhand häuslichen Geſchäften, beinahe wie wir es von ſolchen alten Inven⸗ tarienſtücken hier und da in einem wohlhabenden Bür⸗ gerhauſe ſehen.
Die Oberhofmeiſterin der Prinzeſſin kam nur bei ganz beſondern Gelegenheiten zum Vorſchein und zur Geltung; die Damen und Herren, welche dieſem Neben⸗ hofe zugewieſen waren, durften ihre Stellen faſt als Sinecuren betrachten, und ſelbſt die einzige Hofdame, welche ſo zu ſagen ſtets im Amte war, hatte den be⸗ quemſten Dienſt oder vielmehr die freiſte und angenehmſte Stellung von der Welt. Prinzeſſin Conſtanze hatte das junge Mädchen, das ihr ſchon bei der erſten Vorſtel⸗ lung auf das lebhafteſte geſiel, vollſtändig bei ſich auf⸗ genommen, weniger gemäß dem Titel, den ſie von jetzt an führte, als aus Verlangen nach einer jungen, an⸗ ſchmiegenden, vertrauten Menſchenſeele, als Geſellſchaf⸗ terin und Freundin, mit der ſie fortan auch äußerlich in einer wirklichen Häuslichkeit lebte. Es fanden ſich neben den Gemächern der fürſtlichen Frau ein paar Zimmerchen, die für einen beſcheidenen Sinn, wie Eleo⸗ nore von Beringen ihn beſaß, genügten und das freund⸗ lichſte Zuſammenleben ermöglichten. Dahin ging Prin⸗ zeſſin Conſtanze jetzt.


