Barons nicht eintraf, ſo hielt er dagegen, was er in Anſehung ſeiner ſelbſt verſprochen hatte, auf das ge⸗ wiſſenhafteſte. Er verzagte nicht, noch ſank er in jene traurige frühere Melancholie und Stumpfheit zurück, ſobald und ſolange es galt, für ſein Kind zu ſorgen und die Zukunft deſſelben zu ſichern. Von dem Augen⸗ blick an, wo das kleine Weſen die erſte, gefährlichſte Zeit ſeines Daſeins hinter ſich und nach menſchlicher Vorausſicht ein frohes Gedeihen und Entwickeln vor ſich hatte, betrieb Baron Othmar die Uebertragung ſeines Beſitzes auf daſſelbe mit einer Energie und Aus⸗ dauer, wie kein Menſch dieſe Eigenſchaften ihm in ſolchem Maße zugetraut hatte, und ſorgte daneben mit der liebevollſten, einſichtigſten und unermüdlichſten Treue für Alles, was die Erziehung und Ausbildung des Kindes verlangte. Er wußte ſich nicht blos eine vor⸗ treffliche Erzieherin zu verſchaffen und die nöthigen Lehrer anzuſtellen, ſondern vermochte auch eine Ver⸗ wandte ſeiner erſten Frau, ſich auf Schloß Othmaringen niederzulaſſen, ſeinem Hauſe vorzuſtehen und ſeiner Tochter nach Kräften die Mutter zu erſetzen— eine Dame von Geiſt und Bildung, von außerordentlicher Herzensgüte und Würde, welche nach dem Todesihres Gatten ihre, wenn auch beſchränkte, doch ganz unab⸗ hängige Stellung nur aus reiner Theilnahme für den
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