Teil eines Werkes 
1. Bd. (1869)
Entstehung
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Wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, erwiderte Florian mit bebender Stimme, denn ihm ſelber brach beinahe das Herz nicht blos über dieſen Verluſt, ſon⸗ dern auch über den Ausdruck in den Worten, im Ge⸗ ſichte des Freundes; das war die ganze dumpfe, me⸗ lancholiſche Reſignation der vergangenen Jahre.Dir bleibt noch viel Glück. Und wenn auch eine Blüte gebrochen wurde, es iſt reich, ſchön und echt genug, um Dir andere zu ſchenken!

Warten wir, ſagte Othmar ſo ſtill hin.

Nach einiger Zeit ſchien ſich auch die Prophezeiung des Pfarrers erfüllen zu ſollen: man durfte auf einen Erſatz für den kleinen Verlorenen hoffen. Das Leben geſtaltete ſich wieder freundlicher, die Stimmung wurde wieder vertrauensvoller, und obſchon das Kind, welches die Baronin ihrem Gatten ſchenkte, ein Mädchen war, wurde doch auch dieſes vom Vater dankbar und von all den Seinen mit um ſo größerem Jubel aufgenommen, als Mutter und Kind ſo wohl wie möglich waren. In der Nacht vom fünften auf den ſechsten Tag aber ſtarb die Baronin Othmaringen, ohne irgend ein Vor⸗ zeichen, plötzlich man ſagte, an einem Herzſchlag.

Ich hab' es Dir ja geſagt, ſprach Othmar auch diesmal zum Freunde, und als dieſer, dem die Thränen unaufhaltſam aus den Augen drangen, nur zur Ant⸗