Teil eines Werkes 
1. Bd. (1869)
Entstehung
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tiefem Ernſt,aber laſſen wir's bei dieſer unſerer Er⸗ innerung. Sehen wir doch auch hier, daß Gott Alles, ſelbſt das anſcheinend Sündige zum Guten zu wenden weiß. Und nun, ſchloß er, des Freundes Hand neh⸗ mend und feſt in der ſeinen drückend,nun laſſe mich Dir von ganzem Herzen Glück wünſchen zu dieſem ſegensvollen Beſchluß, und ebenſo uns allen, die wir zu Dir gehören. Soweit ich die Dame ſeither kennen zu lernen vermochte, iſt ſie aus der Noth ihres ver⸗ gangenen Lebens nicht nur rein und vorwurfsfrei, ſondern noch geläuterter, ſchöner und verehrungswer⸗ ther hervorgegangen. Ich hoffe von ihr viel Glück und Segen für Dich, Othmar, und für uns alle.

Dieſe Hoffnung erfüllte ſich. Die Baronin Frie⸗ derike wurde die liebevollſte Gattin, die gütigſte Ge⸗ bieterin, die ſchönſte und anmuthigſte Schloßfrau, die jemals auf Othmaringen gehauſt hatte. Die Heiter⸗ keit und die Freude am Leben durchdrangen von neuem ihr Weſen und breiteten ſich beglückend über ihre ganze Umgebung aus, die ſie anbetete, wie alle Inſaſſen der großen Beſitzungen. Und der Baron bekannte in dieſer wunderſchönen Zeit mehr als einmal dem Pfarrer mit bebender Stimme und feuchten Augen, daß er ſo viel Glück auf der Erde niemals bisher geahnt, ja nur für möglich gehalten habe.Es iſt faſt zu