Teil eines Werkes 
1. Bd. (1869)
Entstehung
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endlich als Gattin folgen, dem weder der Baron noch ſeine Gemahlin zu vertrauen vermochten.

Seitdem waren jetzt zehn Jahre vergangen und der Baron hatte von der Dame wenig mehr erfahren, als daß ihre Ehe ſo unglücklich wie irgend möglich wurde und ihr Gatte ſich von Jahr zu Jahr als ein unwür⸗ digerer Menſch offenbarte. Auch dieſes erfuhr er nicht von ihr ſelbſt, ſondern nur durch Mittheilungen An⸗ derer, wenn er in den erſten Jahren nach dem Tode ſeiner Frau noch einmal in die Welt hinaus und mit alten Freunden zuſammenkam, und ſein Verkehr mit ihr beſchränkte ſich je länger deſto mehr auf die Ueber⸗ mittelung ihrer kleinen Revenuen. Der Baron hatte nämlich darauf beſtanden, daß Schöneck und ſeine Ein⸗ künfte im Heirathscontract der Frau von Armfeld als unveräußerliches und unbelaſtbares Eigenthum erhalten wurden.

Jetzt kehrte die Dame plötzlich nach Schöneck zurück, nachdem ſie ihren einzigen Troſt, ihr Kind, verloren hatte und von dem im Duell gefallenen Gatten in der troſtloſeſten Lage zurückgelaſſen war. Denn nun wurde auch der Beſitz von Schöneck, das ſich allerdings unter des Barons Aufſicht ſehr verbeſſert hatte, durch einen Verwandten angefochten, der von jener frühern Ab⸗

tretung nicht einmal etwas erfahren, geſchweige denn