Teil eines Werkes 
1. Bd. (1869)
Entstehung
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hinzu, werde der Sohn ſeiner Zeit erfahren und ſich bis dahin in kindlicher Devotion und Obedienz gedulden.

In der That währte es nicht lange, bis ſich die Pläne des alten Herrn enthüllten. Im Frühling em⸗ pfing Othmar die Anzeige, daß der Vater ihm eine Braut ausgeſucht und daß er ſich zu den Aeltern der⸗ ſelben zu begeben habe, um die Erwählte kennen zu lernen und ſich nach kurzer Friſt mit ihr zu vermählen. Einwendungen verſuchte der Sohn nicht, obgleich er eine andere Liebe im Herzen hatte. Er hatte ſich ja erſt vor kurzem überzeugt, daß der Wille des Vaters ihm gegenüber unnachgiebig und die Entſcheidung deſ⸗ ſelben unumſtößlich war. Er reiſte daher gehorſam ab und ſtellte ſich der Erwählten vor, der Tochter einer den Othmaringen von jeher befreundeten und an Rang, gutem Ruf und ſogar an Vermögen ihnen ziemlich gleichſtehenden Familie, ſodaß, zumal die Dame jung, ſchön und von anerkannt vortrefflichem Charakter war, dieſe Wahl jeden Andern beglückt haben würde und ſelbſt Othmar, nachdem er ſich mit ſeinem Herzen ein⸗ mal abgefunden, mit einem gewiſſen Vertrauen in die Zukunft ſchauen ließ.

Von einem großen, reichen, ſchönen Liebesglück war zwiſchen dieſen beiden Menſchen freilich um ſo weniger die Rede, als auch die Dame dem Wunſch und Willen