auf die Univerſität geſchickt worden, um auf ſolche Weiſe allmälig in das weitere Leben eingeführt zu werden und ſeinen bisherigen Studien einen gewiſſen Abſchluß zu geben. Nach einigen Jahren begab er ſich, auch wieder dem Familienherkommen gemäß, auf große Reiſen durch die ſchönſten Theile Europas, benutzte Zeit und Gelegenheit auf das beſte und kehrte im Winter 1812 als— im beſten Sinne geſagt— vol⸗ lendeter junger Mann zu ſeinem Vater zurück.
Gleich darauf begann die Erhebung Norddeutſch⸗ lands gegen die franzöſiſche Zwingherrſchaft, und ob⸗ gleich bei den Othmaringen bisher niemals von einem eigenen Willen der Kinder gegenüber den Aeltern die Rede geweſen war, ließ Othmar ſich doch durch ſeinen Enthuſiasmus zur Aeußerung des Wunſches fortreißen, ſich dem Aufſtande anſchließen zu dürfen. Damit traf er es indeſſen nicht weniger als gut. Die Antwort des Vaters war ein ſehr ruhiger und beſtimmter Ab⸗ ſchlag, dem auf die erneuerten Bitten und Vorſtellungen des Sohnes alshald die noch entſchiedenere Erklärung folgte, daß der Baron nicht im entfernteſten daran dächte, ſeinen einzigen Sohn und Erben den Wechſel⸗ fällen und Gefahren eines Krieges auszuſetzen, und überdies auch bereits über die Zukunft deſſelben be⸗ ſtimmt hätte. Das Nähere, fügte der Alte kaltblütig


