Teil eines Werkes 
1. Bd. (1869)
Entstehung
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was die Neuzeit fordert und auch wohl bringt, ſieht es hier bedenklich aus, ohne daß man freilich der Be⸗ völkerung die Schuld zuſchieben könnte. Denn die frühere große Reichsſtraße, welche durch dieſe Gegenden führte und ſie mit andern gewerbreichern verband,

hat gleich dem Reich ſelber ein Ende genommen und

iſt verödet und verfallen. Die Eiſenbahnen reichen nicht hierher, und ſo ſchön und luſtig der Fluß auch iſt, hat man bisher doch wenig für ihn gethan und er vermag nur den ſogenannten Kleinverkehr zu vermitteln. Selbſt der Holzhandel iſt aus ſpäter zu erwähnenden Gründen bei weitem nicht ſo bedeutend, wie ihn die prachtvollen Wälder zu ermöglichen ſcheinen.

Von allen alten Geſchlechtern ſind die Freiherren von Othmaringen die einzigen, welche, zum mindeſten

in ihrem Hauptſtamm, ſtets in ihrem heimatlichen Gau

verblieben und nie nach auswärts, ins Getriebe der großen Welt verlangten. Von dieſem alten Haupt⸗ ſtamm, der überdies ſich zu keiner bekannten Zeit zahl⸗ reicher Sprößlinge erfreute, hat ſelten oder nie Jemand Kriegs⸗ oder Staatsdienſte geſucht, und wenn derglei⸗ chen wirklich einmal geſchah, fehlte es nicht, daß der Betreffende ſtets ſchon in noch jungen Jahren der Welt da draußen Valet gab und in die Heimat zurückkehrte. Da lebte er dann gleich ſeinen Vorfahren ſtill, ſchlicht