ſchauen, bis zu den ſauber gehaltenen, aber alterthüm⸗ lichen Häuſern des Dorfes, bis zu der alten kleinen Stadt, die dort fern, am Ausgange des Thals ſichtbar wird und noch heute mit ihrer mittelalterlichen Wehr umgürtet iſt, den feſten Mauern, den maſſiven Thürmen, mit Gräben und Brücken, als habe ſie auch jetzt noch jeden Augenblick zu gewärtigen, daß plötzlich hinter dem nächſten Hügel eine geharniſchte Schaar hervor⸗ breche und noch einmal den alten Kampf verſuche zwi⸗ ſchen dem wilden, übermüthigen Ritter und dem feſten, bewußtvollen, fleißigen Bürger.
Sie mögen hier vordem einen harten Stand gehabt haben, die braven Bürger, denn die Umgegend war ein wahres Adelsneſt; überall zeigen ſich, wie wir wieder⸗ holen, die Reſte der alten Burgen, und wenn man ſich ihre Namen nennen läßt, vernimmt man mehr als einen, der noch heute an dieſem oder jenem Hofe oder wo immer ſonſt ſich des beſten Klanges erfreut.
Von hier freilich ſind die alten Geſchlechter längſt fortgezogen, denn, es wurde ihnen auf dieſen Höhen und in dieſen Thälern zu ſchlicht und ſtill, zu eng und — weshalb ſollte man nicht ſo ſagen?— zu alter⸗ thümlich. Denn neu war und iſt hier nichts als allen⸗ falls das„Schloß“ über Othmaringen, alles Andere ſteckt noch tief in der längſt vergangenen Zeit, und mit dem,


