Teil eines Werkes 
1. Bd. (1869)
Entstehung
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ihren Herren verlaſſen worden ſein ſoll. Das Haus, welches ſie darauf gründeten, zeigt ſich, wenn auch gleich⸗ falls noch auf hoher Kuppe, doch ſchon ein gut Theil weiter abwärts. Daneben iſt es aber auch dem Anſcheine nach noch ziemlich gut erhalten und wenigſtens theilweiſe bewohnbar. Es wurde zu Anfang des vorigen Jahr⸗ hunderts, hauptſächlich auch nur ſeines unbequemen Zu⸗ gangs und ſeiner Enge wegen, von ſeinem Herrn, in dem ausnahmsweiſe einmal moderne Ideen haushielten, verlaſſen und als Wohnſitz mit demgalanten Bau vertauſcht, deſſen wir oben gedachten.

Dies letztere Gebäude entſprach aber nicht nur nicht den klimatiſchen Verhältniſſen, ſondern contraſtirt auch ſogar noch heutiges Tages auf das ſchärfſte und ſelt⸗ ſamſte mit ſeiner ganzen Umgebung und ihrer ſagen wir: Stimmung. Die Gegend und zumal das Thal

ſind, wie wir bemerkten, ſo anmuthig und anheimelnd,

wie nur irgend denkbar, im Grunde aber nichts weniger als das, was wir heiter nennen. Im Gegentheil, es iſt eine ernſte Schönheit, die uns hier allerwärts ent⸗ gegentritt, von den feſten, trotzigen Bergmaſſen herab zu den dunklen Waldhügeln, den ſtillen und ſanften Matten, die ſich leiſe aufwärts ziehen und in den Wald hineindrängen; von den zahlreichen Burgtrümmern, die

nah und fern von allen hervorragenden Höhen herab⸗ 1*