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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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vor ihm ſtehende Frau und ſtreckte den Arm aus, ſie zu umfaſſen.Laſſe uns in dem kleinen Neſte noch einmal eins werden und noch einmal von ihm hinaus⸗ ziehen zu einem glücklichern Leben.

Sie wich leiſe, aber unmerklich zurück. Sie erhob 3 9

die bisher geſenkten Augen zu ihm mit einem jener wunderbaren tiefen und ſtillen Blicke, welche nur aus dieſen Sternen hervortauchten. Und als ſich die Lider wieder ſenkten, ſagte ſie leiſe:Ich kann nicht, Bern⸗ hard!

Du kannſt nicht? rief er ungeſtüm aus.Ich ſage Dir, daß ich nicht ohne Dich leben will, nicht ohne Dich ſterben; ich biete Dir die glänzendſte Genugthuung für das Dir geſchehene Unrecht. Ich verzichte für Dich noch einmal auf den freilich in meinen Augen hohlen Glanz meiner Stellung und auf die Zukunft meines Stammes, der mit mir erliſcht. Ich will nichts als das Leben mit Dir, in der alten Einigkeit, an Deinen alten geliebten Plätzen, wo uns der größte Segen vereinte und der tiefſte Schmerz uns noch innigerzuſammenband! Und Du weichſt vor mir zurück? Und Du ſagſt, Du kannſt nicht mit mir gehen? Und Du Du, Marie, läſſeſt Dich von mir, von dem Vater Deines Kindes fortreißen, durch armſelige Intriguen und Intriganten, durch eine

Komm, Marie! wandte er ſich an die blaß und ſtill