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Allem, was in ihm gegen den Mann ſprach, nun, als
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er da war und ſie hielt, dennoch nicht der Liebe zu entſagen, die es ihm einmal ſo heiß, ſo voll gewidmet hatte?
Ja, ihr Herz rang wirklich in ihr mit dieſem alten ſchrankenloſen Vertrauen und ſeiner alten Liebe, gegen Alles, was es von dem Geliebten entfernt und ihm entfremdet hatte. Aber wie immer, wo ein ſolcher Kampf ſich in ihr erhob, vollzog er ſich auch jetzt im tiefſten Innern, ohne ein anderes äußeres Zeichen, als daß ihre Erſcheinung, ihr ganzes Weſen noch ruhiger und ſtiller wurden, als ſie ſich ſonſt und überall ſchon zu zeigen pflegten. Wie wir es der Prinzeſſin gegen⸗ über beobachteten, ſo war es auch jetzt: ihr ganzes Leben concentrirte ſich ſo zu ſagen in ihrer Seele, ihrem Herzen und wich vollſtändig zurück aus der äußern Form.
Er küßte ihre Haare, ihre Stirn, ihre Hände. Sie zuckte nicht, ſie regte ſich nicht.
Frau Conſtanze hatte ſich erhoben und ſtand an ihren Stuhl gelehnt, bebend. Denn was ſie vor ſich ſah, erfüllte ſie mit Angſt und Schrecken: ſie ahnte den Kampf, der ſich in Marien vollzog, und hatte das wunderbare Weſen allzu lieb, als daß die endliche Ent⸗ ſcheidung, welche es auch ſein mochte, auch für ſie ſelbſt


