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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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nehme ich ſie, ich, gegen Euch, gegen die ganze Welt in Schutz!

Hätte die heftige Frau, in der, wie wir ſehen, die alte Künſtlernatur noch immer von Zeit zu Zeit einmal aufbrauſte, hätten die kopfſchüttelnden Männer geahnt, wie tief, bis ins Herz hinein, Marie gerade zu dieſer Stunde erſchüttert war, wie ſie rang um die Entſcheidung, welche die Commerzienräthin, welche ſie ſelbſt vorhin gegen den Rath bereits für feſtſtehend erklärt hatte!

Als der Rath von ihr geſchieden war, ſaß die

einſame Frau noch eine lange, lange Zeit allein in dem ſtillen Hinterzimmer und ſchaute hinaus in den dämmernden Abend. Und wie die Schatten dort drau⸗

ßen aufſtiegen und ſich dichter und dichter über den

Hof breiteten und durch den kleinen Garten, ſo erho⸗ ben ſie ſich auch in ihr mit ihrem vergangenen Leben, mit all den verflogenen Träumen, mit all dem ver⸗ geblichen Hoffen und Sehnen, mit all dem verſunkenen

Vertrauen und all der verlorenen Liebe Schatten, 3 Schatten, nichts als Schatten! Das Licht, welches

hier und da ſich auch in der Erinnerung zwiſchen ſie drängte, es war, wie es in Wirklichkeit geweſen, nur ein Blick, der, je heller und freundlicher er war, auch deſto flüchtiger dahinſchwand. Jene Zeit, jene erſte,