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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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flogen und das ſei menſchliches Loos. Richtig mag das ſein und kann nicht ausbleiben, aber ich finde es unbeſchreiblich traurig, wenn es ſo früh ſchon ge⸗ ſchieht. Denn ich habe durch ihre heutigen Worte nur allzu wohl begriffen, daß ſie ſchon damals, als ſie zu⸗ erſt auf dem Rothenſtein mit mir redete, mit der gleichen nüchternen Klarheit in die Verhältniſſe ſchaute wie heute und in der Verbindung mit dem Prin⸗ zen faſt nur noch durch äußere Rückſichten erhalten wurde.

Und daraus wollen Sie ihr einen Vorwurf machen, denn ſo klingen Ihre Worte doch! fiel Frau Conſtanze lebhaft ein.Es iſt ſeltſam, wie ſehr wir, das heißt, Ihr Männer und ich, die Frau, hier die Rollen getauſcht haben! In ſolchen Fällen, ſagt man ja, haben ſtets wir Frauen mehr Mitleid mit einem Reuigen und Unglücklichen, mehr Verzeihung für ihn als Ihr. Da reden wir der beleidigten Schweſter zum Nachgeben zu und klagen ihre Härte und ihren Trotz an. Und hier

Hier iſt es freilich umgekehrt, ſagte der Com⸗ merzienrath mit ſeinem ruhigen Lächeln,aber ich meine, weil wir nicht nur die Verhältniſſe anders an⸗

ders anſehen, ſondern weil ſie auch wirklich andere

ſind als in den meiſten ähnlichen Fällen. Der Prinz