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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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keinen Umſtänden den erſten Schritt zu einer Trennung thun wolle ob mit Recht, das weiß ich nicht. Jeden⸗ falls war ich ihm noch immer zu dankbar und hatte ihn auch zu lieb, und endlich hatte ich das Vertrauen zu ihm, daß er, wenn ihm unſere Verbindung unmög⸗ lich erſcheine, ehrenhaft und offen das erſte Wort zu mir ſprechen werde.

Da kamen Sie, fuhr ſie ſtets in gleicher Weiſe fort,und mit Ihnen die Nachricht von den verſchwun⸗ 6 denen Briefen. Ich ſage kein Wort weiter darüber, als daß ich durch Silbermann erfuhr, wie ſie auf aus⸗ drücklichen Befehl des Prinzen unterſchlagen worden, der gegen die Commerzienräthin ſtets einen alten Groll

hegte. Da erhielt meine Liebe und mein Vertrauen den erſten Stoß. Und gleich darauf es war ja am ſelben

Abend! erfuhr ich von jenem Tauſchhandel, der den Rothenſtein aus unſerem Beſitz bringen ſollte. Aus unſerem Beſitz, wiederholte ſie, und von neuem glitt durch die Züge ein Ausdruck von Finſterkeit, den der Rath noch niemals in ihnen gefunden zu haben meinte; denn der Rothenſtein gehörte mir gleichfalls, ja mehr als ihm, ich hatte und habe dort einen Beſitz, den man mir wohl gewaltſam nehmen, aber um alles Gold der Welt mir nicht abhandeln kann. Das wußte und weiß der Prinz, und darum aber das ſind ja Alles über⸗