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ſeine Neltern ihm Platz machten. Ich habe es damals vielleicht nicht klar gewußt, ich dachte zu viel an mein Kind und fand Alles in ihm; ich hab' es Ihnen ja auch ſchon einmal geſagt, daß die äußere Veränderung keine bedeutende war: das reichere, höfiſchere Leben, das ſeine neue Stellung erklärt hätte, trat nicht an uns heran. Aber als Giſela todt war, da wurde mir Alles klar, da verbanden ſich alle einzelnen kleinen, bisher unbeachteten Züge, ich war ihm längſt nichts mehr als die Frau zur linken Hand; da ſtand ich, ein reines Nichts, ihm weder bequem, noch unbequem, das er eben
neben ſich ließ, bis irgend einmal die Verhältniſſe auch
dieſe Duldung beendeten. Glauben Sie mir“, fügte ſie ſtets mit der gleichen erſchreckenden Ruhe zu dieſen bittern Worten hinzu,„ich ſpreche nicht zu hart. So war es und ſo mußte es ſein. Und wenn ich trotz dieſer troſtloſen Einſicht aushielt, ſo geſchah das, einmal, mein Freund, weil ich nicht hochmüthig genug war, um mich ſelber für— ſage ich: ſchuldfrei zu halten; ich war tief von meiner Mangelhaftigkeit überzeugt und habe niemals daran gezweifelt, daß nur die Liebe das in mir finden, das an mir überſehen konnte, was der Prinz zu finden geglaubt und ſo lange überſehen hatte. Und zum Andern hatte ich meinem Vater vor meiner Trauung verſprochen, daß ich niemals, unter


