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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Sie ſaß regungslos wie vorhin und es drang

kein Laut durch die geſchloſſenen Lippen.

Er fuhr wieder fort:„Anſprüche, ſagte er zu Zöllner, könne und wolle er ſeinerſeits nicht darauf gründen. Allein wie er jetzt fühle und denke, müßten Sie es erfahren, ob Sie dadurch zu einem andern, mildern Urtheil über ihn bewegt werden, ob Sie Ihre beiderſeitige Stellung zu einander mit Nachſicht und Liebe auffaſſen könnten. Er müſſe— und nun komme ich zum Schluß dieſer traurigen Mittheilungen, meine Freundin“, ſchob der Rath ein—„er müſſe Gewißheit haben, gleichviel welche. Er beauftragte Zöllner, an die Commerzienräthin zu ſchreiben, die jedenfalls von Ihnen wiſſen werde; ſie ſolle ihm ſagen, ob er Sie aufſuchen dürfe oder nicht. Er bitte nur um Beſchleunigung der Antwort, da er ſelber fühle, daß er keine Zeit mehr zu verlieren habe— Zöllner beſtätigt das. Der Freund hat nicht an Frau Conſtanze, ſondern an mich ge⸗ ſchrieben, Sie kennen ja ſeinen Eigenſinn.“

Sie ſaß noch immer wie bisher, die Augen ge⸗ ſenkt, die Hände im Schooß, ohne durch die leiſeſte Bewegung zu verrathen, was ſich bei ſeinen Nachrichten in ihrem Innern rege.

Eine Weile ſah er das ſchweigend mit an, dann fragte er ernſt:„Und nun, Marie?“ Und da ſie darauf