Male hinaufgekommen, ihn mit ſich zu einem weiten Spaziergang geführt, und drunten, an dem kleinen „Bach—“ Er brach ab und fügte erſt nach einem lan⸗ gen forſchenden Blick hinzu:„Sie ahnen vielleicht die Stelle?“
Ueber ihr ſchönes, blaſſes Geſicht glitt es wie ein finſterer Schatten, und ihre Lippen zitterten. Aber ſie ſagte nichts.
„Dort hat er mit Zöllner, wie ſehr auch dieſer
abwehrte, über die Vergangenheit geredet, über Sie, über ſich, über ſeine Schwäche und ſeinen Schmerz— wunderbare Bekenntniſſe, meine Freundin, um ſo wun⸗ derbarer, je weniger ſie zu dem zu ſtimmen ſcheinen, was wir vom Prinzen wußten und annahmen. Er entſchuldigt ſich nicht, er klagt ſich vielmehr auf das ernſtlichſte an, daß er die Intriguen, mit denen man ihn umſponnen, nicht durchſchaut und mit feſter Hand zerriſſen habe, als es noch Zeit geweſen ſei. Hernach, als er, in gewiſſem Sinne noch zur rechten Zeit, zur Beſinnung gekommen, da ſei es eben in der Hauptſache zu ſpät geweſen. Und dennoch ſei ihm Alles früher klar geworden, als wir annehmen möchten. Der Tauſch⸗ handel in Betreff des Rothenſtein ſei nach der erſten Ueberraſchung von ihm entſchieden zurückgewieſen wor⸗ den, ſchon um der Taktloſigkeit willen, mit der die


