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ich fürchten muß, daß ich Ihnen weh thue, muß ich Ihnen doch davon ſagen— ich halte es für meine Pflicht, Marie!“ fügte er, das Wort betonend, hinzu. „Denken Sie, der Rothenſtein iſt zum erſten Mal wieder bewohnt geweſen.“
Sie ſah ihn dunkel an.„Laſſen Sie das ruhen, mein Freund!“
„Und dennoch muß ich davon reden, Marie, ich halte es für meine Pflicht! Es ſind ſehr, ſehr ſeltſame Nachrichten, die mir Zöllner für Sie ſchreibt; kaum glaublich, und dennoch, weil er ſie ſchreibt, ſicher und wahr. Alſo— laſſen Sie mich Alles ſagen: Prinz Bern⸗ hard iſt auf dem Rothenſtein geweſen—“
„Der Prinz?“ rief ſie wie athemlos aus.„So iſt der Rothenſtein wieder ſein Eigenthum?“
„Er ſcheint es immer geblieben zu ſein. Er iſt dageweſen, zwei ganze Monate lang, mit einem Adju⸗ tanten und ein paar Dienern, ganz einſam, ganz ſtill, ernſtlich leidend. Zöllner hörte davon, bekümmerte ſich aber nicht darum— Sie kennen ihn ja!— Endlich wurde er hinaufgerufen zu dem Leidenden, und da ging er, wie er mußte. Er hat ihn dann wirklich leidend getroffen, ſo verändert, daß man ihn kaum
wiedererkennen möge, als einen müden und kranken
Mann. Der Prinz habe, als Zöllner zum zweiten


