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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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brunn noch an ſie und theilte ihr mit, daß die Dame ſeit einiger Zeit verwittwet ſei und, ſo Gott wolle, Alles für ihn noch gut werden könne. O das freut mich ſehr— ſehr! Der, wenn irgend einer, verdient ein volles, wahres, reiches Glück und verſteht deſſeiben würdig zu ſein.“

Nach dem erſten Leuchten der herzlichen Befrie⸗ digung war bei dieſer ihrer Rede ein tiefer Schatten durch die Züge des Raths geglitten— er mußte wohl an jene Gerüchte und Verleumdungen denken, welche gerade jenen Mann und dieſe Frau hier verfolgt hat⸗ ten und nur allzu ſicher, wo nicht vom Prinzen ange⸗ regt, doch von ihm erlaubt worden waren, obgleich alſo gerade er von ihrem Ungrund und ihrer Nichts⸗ würdigkeit auch in Anſehung des Mannes hatte über⸗ zeugt ſein müſſen. Und er mußte ſich zuſammennehmen, um nach einer Pauſe mit der frühern, ruhig⸗freund⸗ lichen Miene zu ſagen:„So beurtheilte auch Zöllner ihn und ich, trotz der flüchtigen Bekanntſchaft. Auch er läßt Sie freundlich grüßen, wo Sie auch zu finden ſeien.“— Er machte eine neue Pauſe, und als er wieder ſprach, geſchah es mit ſichtbarer Befangenheit, welche ſie aufmerkſam aufſchauen ließ.„Das iſt die eine Nachricht oder Mittheilung für Sie, meine theure Freundin. Aber Zöllner hat noch mehrere. Und obſchon