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Laufe der Zeit in der Stellung und Geſinnung der Beiden nicht die leiſeſte Veränderung bemerklich machte, natürlicherweiſe mit Abrechnung derjenigen, die ſich aus dem Jahr und Tag fortgeſetzten Verkehr von ſelbſt er⸗
ggab der auf die lange und genaue Bekanntſchaft
und die beiderſeitige Perſönlichkeit gegründeten unver⸗ hehlten herzlichen Zuneigung und heitern Vertraulichkeit.
Ein einzig Mal wurde Frau Conſtanze durch den Blick und Ton betroffen, mit denen Prinz Bernhard der
Abneigung des Mädchens gegen Oeffentlichkeit zuſtimmte.
„Laſſen Sie das arme Kind doch, laſſen Sie es, meine Frreundin!“ rief er beinahe heftig aus, als ſie ihm gleich dem Gatten von ihrem Drängen und Mariens„kin⸗ diſcher“ Angſt geſagt hatte.„Sie hat Recht, tauſendmal Recht. Sie und ihre Stimme gehören nicht vor die
ggroße, kalte, rohe Menge. Sie ſind beide zu gut, tau⸗
ſendmal zu gut für dieſelbe!“ „Ich verſtehe Sie nicht, Hoheit!“ ſagte die Dame nach einem langen forſchenden Blick.
„Ich kenne Marie und ihre Stimme beſſer und vürdige ſie richtiger als Ihr alle“, verſetzte er mit einer
Art von Gereiztheit, die an ihm ſehr ungewöhnlich war.
„Nochmals, ſie ſind beide zu gut für den großen Hau⸗ fen. Sie würden an ihm und ſeinem— Enthuſiasmus heißt Ihr es ja wohl?— zu Grunde gehen.“


