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ſolchen Vorzug, ſondern es bedurfte eines Kunſtgriffs der Commerzienräthin.„Und Ihr ſollt ſie doch hören, nicht blos ihre Stimme, ſondern ſie ſelber“, ſprach die Dame halb verdrießlich, halb luſtig zu den Freun⸗ den eines Abends, als man Marie wiederum vergeb⸗ lich gedrängt und endlich nichts von ihr erlangt hatte als eine jener Productionen, die man bewundern mußte, ohne Freude an ihnen zu haben. Und ſo ver⸗ barg ſie die Bevorzugten eines Tags im Nebenzimmer und ließ das argloſe Kind nicht vom Klavier, es fort⸗ ziehend von einem Lieblingsſtück zum andern, bis das junge Weſen Alles umher vergaß und jubel⸗ voll Herz und Seele erſchloß und hinausſtrömen ließ, wie ſelbſt die Gatten es bis dahin noch niemals vernommen hatten. Ihr Schreck und ihre Beſchämung waren ſehr groß, als man ihr den kleinen Betrug entdeckte, deſſen Opfer ſie geworden. Allein ſie liebte ihre Lehrerin allzu ſehr und die Theilnahme der Lauſcher war eine allzu warme, herzliche und verſtändige, als daß ſie ihr nicht dennoch wohlthun und wirklich ihre Scheu allmälig hätte beſiegen ſollen.
Zu einem weitern Nachgeben indeſſen ließ ſie ſich, wie wir ſchon berichteten, auch auf dieſe Weiſe nicht bewegen.


